Erlanger Grüne starten Bürgerbeteiligung

Über 50 Erlanger*innen äußern ihre Wünsche an das Erlangen der Zukunft

Beim „Forum Zukunft Erlangen“ haben die Erlanger Grünen die Bürger Erlangens gefragt, was ihre Bedürfnisse an ihre Stadt sei? Mit dabei waren Vertreter verschiedener Vereine und Initiativen, beispielsweise ZSL, Energiewendeverein, Fränkischer Alpverein, Stadtteilbeiräte, die Grüne Jugend, Landwirte, Siemens Mitarbeiter, Lehrer und viele Bürger aller Altersklassen. So war klar, dass ein breites Meinungsspektrum vertreten war. Die Moderatorin Barbara Fuchs, MdL und Stadträtin aus Fürth, erklärte auch gleich zu Beginn, dass keiner der Wünsche am Abend bewertet werden würde, sondern alle Wünsche, auch wenn sie einem selber verrückt vorkommen, abgegeben werden sollen und gesammelt werden. Es sollten auch Widersprüche erkannt und diskutiert werden.

Zuerst wurden Karten verteilt, in der die Teilnehmer ihre Rolle, ihren Wunsch und eine Begründung dafür eintragen konnten. Dabei gaben die über 50 Teilnehmer fast 200 Wünsche ab.

Ein Team von Helfern wertete die Karten aus, währenddessen hielt Christian Zwanziger, MdL einen Vortrag über die Anknüpfungspunkte im Landtag und Harald Bußmann, Stadtrat berichtete über die Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten der Stadt Erlangen.

Die Auswertung der Karten ergab, dass ein ganz großer Schwerpunkt der Wünsche auf dem Thema Verkehr liegt, bei dem bessere Radwege, besserer und günstigerer öffentlicher Nahverkehr und ein Ausbau der Elektromobilität gefordert wurden. Aber auch zu den Themen Stadtbild, Umwelt- und Klimaschutz, nachhaltige Konsummöglichkeiten, Inklusion, Arbeit und Bildung kamen viele Wünsche.

Klar herausgearbeitet wurde dabei, dass man nicht alle Wünsche gleichermaßen befriedigen können wird, da sie zum Teil entgegengesetzt sind. Beispielsweise wurde einerseits neuer, innenstadtnaher, günstiger Wohnraum, andererseits auch die Erhaltung von Grün-Oasen gefordert. Oder es gab eine Diskussion über unversiegelte Wege und dem Bedürfnis nach gut ausgebauten Fahrradwegen um möglichst schnell und sicher ans Ziel zu kommen. Genau an diesen Konfliktlinien wollen die Grünen arbeiten. Christian Sauter, Bezirksvorstand der Grünen: „Diese Entscheidungen sind die schwierigen, weil immer irgendwer unzufrieden ist. Aber wenn man die Lösung gemeinsam mit den betroffenen Bürgern sucht, dann kann man auch dort Win-Win-Situationen finden. Manchmal muss man einfach die Standardpfade verlassen und eine Situation ganz neu durchdenken. Gerade die Leute vor Ort sind da häufig richtig kreativ und haben viel bessere Lösungen als von Verwaltungen ausgearbeitete Standardvorschläge.“

Der Plan der Grünen ist es nun, die großen Themen in Folgeveranstaltungen im Detail zu bearbeiten und darauf aufbauend eine Vision für Erlangen zu finden. Dies entspricht dann auch einer der auf den Karten abgegebenen Forderungen: Erstellung eines Plans für ein klimaneutrales Erlangen im Jahr 2050.

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