Erlanger Grüne im Gespräch mit Cem Özdemir über Fördermöglichkeiten der StUB

Am 16.08.18 besuchte Cem Özdemir, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur des deutschen Bundestags, den Zweckverband der Stadt-Umland-Bahn (StUB). Mit dabei waren auch unser Direktkandidat für die Landtagswahl Christian Zwanziger, Markus Ganserer (MdL aus Nürnberg) und Tina Prietz für den Vorstand der Erlanger Grünen. Wichtigster Diskussionspunkt war die Förderung von Streckenabschnitten der Stadt-Umland-Bahn ohne eigenen Gleiskörper. Solche Streckenabschnitte, die sich unmittelbar auf der Fahrbahn befinden, werden derzeit von Bund und Ländern nicht gefördert. Nach Logik der aktuellen Gesetze wird auch deshalb auf eigene Gleiskörper bestanden, weil dadurch die Reisegeschwindigkeit der Straßenbahnen höher wäre, was die Attraktivität des Verkehrsmittels für die Nutzer steigert. Dagegen argumentiert (nicht nur) der Zweckverband, man könne heute mit intelligenter Ampelschaltung gewährleisten, dass die Straßenbahn in bestimmten Abschnitten auch ohne eigenen Gleiskörper zügig ihr Ziel erreiche. Daher wünsche man sich vom Bund die Möglichkeit, auf eigene Gleiskörper zu verzichten, wenn die Streckenführung dies erfordere. Weiterhin hätte eine Abschaffung des Zwangs zum Bau eigener Gleiskörper für eine komplette Förderung den Vorteil, dass keine zusätzliche Fläche versiegelt werden müsste. So könnte z. B. im Bereich der Nürnberger Straße die Allee vollständig erhalten werden. Cem Özdemir folgte den Schilderungen mit großem Interesse und sicherte seine Unterstützung für dieses Anliegen in den Gesprächen zur anstehenden Überarbeitung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetztes (GVFG) zu. Die Realisierung der StUB wäre ein Vorzeigeprojekt – mit ihrer umfassenden Bürgerbeteiligung und den engagierten Zielen könnte der öffentliche Nahverkehr nachhaltig verbessert werden. Vom Angebot würden viele Bürgerinnen und Bürger profitieren. Dabei denkt der Zweckverband noch über die Grenzen der StUB hinaus, beispielsweise ist ein mögliches Park+Ride-System nahe der Aurach-Autobahnraststätte im Gespräch. Dadurch würde Pkw- und öffentlicher Personennahverkehr einerseits besser verzahnt und gleichzeitig die Erlanger Innenstadt entlastet werden. Allerdings müssten auch für diese Idee neue Wege gegangen, weil bisher verschiedene Verkehrsmittel zu isoliert betrachtet würden, so Özdemir. Wir Grüne machen uns für nachhaltige, moderne Verkehrspolitik stark!

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